Staatsoper Stuttgart – Lohengrin

Foto ©Matthias Baus

Die Staatsoper Stuttgart ist schon lange bundesweit anerkannt als Opernhaus mit einer großen Wagner-Tradition, vor allem in der Zeit von 1954 bis 1966, in der Wieland Wagner neun Titel seines berühmten Vorgängers inszenierte, dadurch das Theater mit den Name des Winters Bayreuth ernannt wurde. Es war daher ziemlich logisch, dass die neue künstlerische Leitung vom Intendant Viktor Schoner und Generalmusikdirektor Cornelius Meister wollte seine erste Spielplan mit einer Neuproduktion von Lohengrin einweihen; ein Titel, der hier in Stuttgart war nur ein einziges Mal in den neuen Jahrhundert präsentiert werden. Der Abend hatte ein wirklich ausgezeichnetes musikalisches Ergebnis, dank vor allem Cornelius Meister, einem Dirigent, den ich oft als den besten deutschen musikalischen Talent der jüngeren Generation bezeichnet habe. Klare und wirkungsvolle Mimik auf den Pult, vollständige Technik und vielseitiges Temperament lassen diesen jungen Mann aus interpretatorischer Sicht zu einem vollwertigen Musiker mit bemerkenswerter Reife erkennen, besonders in Bezug auf das relativ junge Alter. Der 38jährige Dirigent aus Hannover, der kürzlich mit dem OPUS KLASSIK-Preis als Dirigent des Jahres ausgezeichnet wurde, hat alle seine musikalischen Begabungen mit einer Dirigat von sehr hohen Ausrichtung, als reifen und bewußten Wagners Interpreten, evidenziert. Eine hochdramatische, konsequent und logische Interpretation, perfekte in der Handlung der Erzählung, mit schönen Details geprägt schon im Orchestervorspiel, mit süßen und zarten Farben gespielt. Danach folgte ein erster Aufzug, der in der Atmosphäre von großer dramatischer Intensität kulminierte, die in der Szene des Duells und im abschließenden Ensemble erreicht wurde. Die düster, belastend Instrumentalfarbe und die große tragische Macht durch das Orchester aufgerufen im Duett zwischen Ortrud und Telramund, der adlige cantabilità, mit dem die wunderbaren Melodie in G-Dur, dass nach dem Abschluss des Duetts zwischen Elsa und Ortrud im zweiten Akt zu hören ist, ausgesetz war, die Orchester Übergang zwischen der zweiten und den dritten Szene der selben Aufzug und der gesamten Ausführung des letzten Aufzug, in dem die fortschreitenden Anhäufung von dramatischer Spannung wurde in wirksamer Weise durchgeführt, wie selten hatte ich bisher gehört, waren die anderen besten Momente eines Dirigat, dadurch Cornelius Meister evidenzierte hochkarätigen musikalischen Begabung, das Gefühl von theatralischen Interpretation und szenischen Erzählung zu vervollständigen, darüber hinaus allen Anforderungen, damit könnte er in Zukunft ein wichtige Rolle in der internationalen Musikwelt spielen. Das gegenseitige Verständnis des neuen Generalmusikdirektors mit dem Staatsorchester Stuttgart, das mit äußerster Präzision spielte und alle Intentionen des Pult schön verwirklichte, schien schon wirklich perfekt zu sein. Die Aufführung des Chores der Staatsoper war einfach hervorragend: In diesen Tagen wurde es zum elften Mal als Chor des Jahres von der Zeitschrift Opernwelt prämiertt und in diesem Abend bestätigte unter der Leitung des neuen Chordirektor Manuel Pujol in dieser Aufführung erneut die Qualitäten, die seit Jahre es zu einem der besten europäischen Vokalensembles erkennen lassen.

Foto ©Matthias Baus

Eine Besetzung von einem sehr bemerkenswerten Gesamtniveau hat in eine entschiedende Weise das wirklich bemerkenswerte künstlerische Ergebnis des musikalischen Teils komplettiert. Auf all beeindrückte die imposante, gewaltige, dramatische und intensive Ortrud von Okka Von Der Damerau verkörpert. Die geburtige Hamburgerin Mezzosopranistin, die seit Jahren ein Festmitglied des Ensembles der Bayerischen Staatsoper ist, besitzt eine authentische Wagnerianer Stimme, kraftvoll und mit großem Resonanz, strahlenden metallischen Hochnoten und aggressiven Formulierungen, perfekt in der dämonischer Art des Charakters herauszuziehen. Simone Schneider, die seit Jahre eine Sängerin sehr geliebt von der Stuttgarter Publikum ist, spielte Elsa in einem bitterer und desillusionierter als lyrischer und ekstatischer Art, mit besonders wirkungsvollen Akzenten im Finale des zweiten Aktes und im Duett mit Lohengrin. Autoritativen Phrasierung bewies der Kroatischer Bassist Goran Juric, dessen dunklen Ton, klangvolle Stimme eignet sich sehr gut mit dem Charakter von Heinrich der Vogler. Martin Gantner, 53jähriger Bariton, gebürtig aus Freiburg, nutzte den klaren Tonfall seiner Stimme sehr deutlich aus, um den Charakter von Telramund, der seiner Frau gegenüber schwach und unterwürfig ist, zu unterstreichen. Der japanische Bariton Shigeo Ishino zeigte in Heerrufers Interventionen alle Vorzüge einer robusten und gut eingeprägten Stimme. Was die Rolle des Protagonisten anbelangt, begann Michael König ziemlich unsicher mit einer “Nun sei bedankt, mein lieber Schwann” von deutlicher schwindender Intonation. Weiter durch dem Auftritt sang der Tenor von Mutlangen mit mehr Sicherheit, hat wirkungsvolle Akzente gefunden in der Szene des Duells und in einem In fernem Land aufgeführt mit schönen Gesangsnuancen und Phrasierung in einer Gesamtcharakterisierung welche, einverstanden mit der dramatischen Einstellunggen der Inszenierung, versuchte einen schwächeren als heroischen Charakter darzustellen, zermürbt durch die Verantwortung einer Rolle, die er nicht halten kann.

Die Inszenierung des ungarischen Regisseurs Arpad Schilling war, meiner Meinung nach, eigentlich nicht der Höhepunkt in die ganze Produktion. Der dunkle, unterdrückende Ton der ganzen Spektakel wurde, ehrlich gesagt, ziemlich langweilig während des Abends. Die Idee, eine von Menschen ohne Qualität bevölkerte Welt inszenieren zu können, in der die allgemeine Mittelmäßigkeit auch den Helden der Erlösung mit einbezieht, könnte auch interessant sein, wenn sie mit einem prägnanteren Handeln umgesetzt worden wäre. Die Regie erschien stattdessen in vielen Szenen ziemlich statisch, mit verschiedenen Details aus der zweiten Kategorie Regietheater als zum Beispiel die ständige Anwesenheit von Schwan-Puppen in verschiedenen Größen, aus dem Format Quietscheente bis zu den großen. Man könnte ab und zu einige interessante Ideen in dieser szenischen Erzählung retten, wie zum Beispiel die Schwäche von Elsa und ihrem Retter hervorheben oder das Ende mit einem triumphierenden Ortrud und Elsa, die abgelehnt ist von dem Volk, das bereit ist, sich vor den Kräften des Bösen zu unterwerfen. Auf jeden Fall war die Inszenieruns, selbst wenn sie völlig ungelöst schien, ziemlich harmlos und ließ sich beobachten, ohne übermäßige Störungen zu verursachen. Die große Verdienste des musikalischen Teils waren genug, um den großen Erfolg, mit dem die Produktion am Ende begrüßt wurde, zu garantieren: Ungefähr zehn Minuten intensiven Applausen für alle, mit einigem buuuh die an das Regieteam gerichtet waren.

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